Erinnerungszeichen für Familie Schneck
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Erinnerungszeichen für Familie Schneck,
Friedenspromenade 40

Veranstaltung

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Gedenkveranstaltung Familie Schneck

Josef Schneck stammte aus dem badischen Rippberg. Er handelte mit Streichinstrumenten und Antiquitäten. Seine Frau Sofie stammte aus Moos bei Radolfzell. Das Paar bekam fünf Kinder: Paula, 1917 geboren, Donatus, 1925 geboren, Elisabeth, 1926 geboren, Gisela, 1927 geboren, und Josef Maria, 1930 geboren. Die Familie lebte gemeinsam in der Friedenspromenade 42 (heute 40) in München. 1940 kam ihr erstes Enkelkind hinzu: Renate, das Kind ihrer Tochter Paula.

Über das Leben der Familie Schneck ist nicht viel bekannt. Wie alle Sinti und Roma wurden auch sie von der deutschen Gesellschaft marginalisiert und ausgegrenzt. Nach der Machtergreifung der Nazis wurden Sinti und Roma systematisch entrechtet und verfolgt. Im März 1943 wurde die gesamte Familie Schneck verhaftet und in das Polizeigefängnis München gebracht. Von dort deportierte die Gestapo alle Familienmitgleider, auch die erst zweijährige Renate, in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Im sogenannten „Zigeunerlager“ in Auschwitz-Birkenau verhungerten Josef und Sofie Schneck, ebenso wie ihre Kinder Gisela, Josef Maria und Paula, und ihre Enkeltochter Renate. Ihr Sohn Donatus Schneck wurde von der SS in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt, wo er 1944 bei einem Bombenangriff getötet wurde. Ihre Tochter Elisabeth Schneck überlebte als einziges Familienmitglied den Völkermord an den Sinti und Roma.

21. März 2019
13:30 Uhr
Gedenkveranstaltung für Familie Schneck im Staatlichen Gymnasum Tudering
Friedenspromenade 61

  • Susanne Asam, Staatliches Gymnasium Trudering
  • Stadtrat Dr. Florian Roth in Vertretung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt München
  • Erich Schneeberger, Vorsitzender des Verbands Deutscher Sinti und Roma Landesverband Bayern e.V.
  • Sarah Grandke, denk-mal Hannoverscher Bahnhof Hamburg
  • Fachschaft Musik des Staatlichen Gymnasiums Trudering

Übergabe der Erinnerungszeichen für die Familie Schneck
Friedenspromenade 40

  • Alexander Diepold, Madhouse gemeinnützige GmbH
  • Otto Steinberger, Vorsitzender des Bezirksausschusses Trudering-Riem
  • Übergabe der Erinnerungszeichen durch Erich Schneeberger und Sarah Grandke

Flyer (PDF)

Gedenkveranstaltung für Familie Schneck

Staatliches Gymnasium Trudering

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Übergabe der Erinnerungszeichen für Sofie, Josef, Paula, Renate, Josef Maria, Gisela und Donatus Schneck

Friedenspromenade 40

Pressestimmen:
Süddeutsche Zeitung

Fotos: Tom Hauzenberger

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