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Eugenie Rothschild, geb. Königsberger


Ohmstr. 17

Geburtsdatum:
03.09.1892
Geburtsort:
Saargemünd, Lothringen
Todesdatum:
25.11.1941
Todesort:
Kaunas
Opfergruppe:
Als Jüdinnen und Juden Verfolgte
Form:
Erinnerungszeichen (Tafel)
Anbringung:
27.01.2026

Eugenie Rothschild, geborene Königsberger, geboren am 3. September 1892 in Saargemünd und Friedrich David, genannt Fritz Rothschild, geboren am 23. Februar 1889in München sowie ihre beiden Kinder Ada Gabriele Rothschild (22. September 1921 in München) und Immanuel Samuel (21. Januar 1925 in München) wurden von den Nationalsozialisten verfolgt, deportiert und ermordet.
Eugenie Rothschild, zog am 7. Juni 1904 von Bischweiler (Elsass) nach München. Ihre Eltern waren David Königsberger, Immobilienmakler in München, und Marie Königsberger, geborene Wohlgemut. Fritz Rothschild wuchs in München auf, besuchte die städtische Handelsschule und diente von 1915 bis 1918 im Ersten Weltkrieg. Ab 1930 arbeitete er selbstständig in der Vermittlung von Immobilien, Hypotheken, Darlehen und Finanzierungen und vertrat zusätzlich Dekorationsartikel; 1938 musste er das Gewerbe aufgeben.
Eugenie Rothschild und Fritz Rothschild heirateten am 11. September 1920; in anderen Angaben erschien der 11. Oktober 1920. Die Familie lebte in München unter anderem in der Ohmstraße 17, später auch in der Bruderstraße 12, der Liebigstraße 21 und der Widenmayerstraße 39. Emigrationsbemühungen im Jahr 1939 blieben erfolglos. Die Nationalsozialisten deportierten Eugenie Rothschild, Fritz Rothschild und Immanuel Samuel Rothschild am 20. November 1941 aus München nach Kaunas und ermordeten sie dort am 25. November 1941. Ada Gabriele Rothschild lebte seit 1940 in Stuttgart und wurde am 26. April 1942 in das Ghetto Izbica deportiert und ermordet; ein Stolperstein in Stuttgart (Lenzhaide 84) erinnerte an sie. (Text: Neumann & Kamp)