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Dora (auch: Doris) Helbing, geb. Goldstein


Liebigstr. 21

Birthdate:
02.03.1895
Birthplace:
München
Place of death:
Auschwitz
Victim group:
Als Jüdinnen und Juden Verfolgte
Form:
Erinnerungszeichen (Stele)
Attachment:
23.04.2025

Doris (Dora) Helbing, geborene Goldstein, kam am 2. März 1895 in München zur Welt. Sie wuchs als Tochter des Kaufmanns Friedrich Heinrich Goldstein und seiner Frau Helene Hilda, geborene Einstein, in der Mariahilfstraße 9 auf. Nach dem Besuch der Riemerschmid’schen Handelsschule arbeitete sie als Sekretärin und wohnte zunächst weiterhin bei ihren Eltern.
Am 22. Mai 1941 heiratete sie Friedrich David (Fritz) Helbing, Gesellschafter der Galerie Helbing in der Liebigstraße 21, eines renommierten Auktionshauses in München. Wenige Tage nach der Hochzeit bezog das Ehepaar eine Wohnung in der Corneliusstraße 1. Im Februar 1942 wurden Dora Helbing und ihr Mann zwangsentmietet und in eine Sammelunterkunft der Israelitischen Kultusgemeinde für jüdische Bürgerinnen und Bürger in der Lindwurmstraße 125 eingewiesen. Dort lebten sie auf engstem Raum unter den zunehmend repressiven Bedingungen der nationalsozialistischen Verfolgung. Dora Helbing begann im November 1942 für die Israelitische Kultusgemeinde zu arbeiten.
Auch ihre Eltern waren von der Verfolgung betroffen. Wegen ihres hohen Alters mussten sie 1939 in das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in der Mathildenstraße umziehen. Später wurden sie deportiert: über Theresienstadt in das Vernichtungslager Treblinka. Dort wurden beide ermordet.
Am 13. März 1943 wurden Dora und Fritz Helbing von München in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Beide wurden dort wohl unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet. (Text Johannes Nathan und Anja Akikazu Matsuda; Lektorat Ch. Fritsche)